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Tipps und Tricks
Empfängerstromversorgung und BEC Schaltungen

Im RC-Modell stellt die Empfangs- und Steuertechnik andere Ansprüche an die Stromversorgung, als der Antriebsmotor. Üblicherweise liegt die Spannung im Bereich von 4 bis max. 6V. Der Strombedarf ist dagegen relativ gering. Die Elektronik ist relativ genügsam und Servos benötigen nur während ds Verfahrens Energie. Die erste und lange praktizierte Lösung ist die Versorgung des Empfangsstromkreises aus einer separaten Batterie.

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Die althergebrachte Versorgung des Empfängers mit einem separaten Akku

In den Anfängen wurde die Empfängerspannung durch einen separaten Akku gewährleistet.

Der Empfänger dient hier auch als Energieverteiler. Die Empfängerspannung wird auf zwei der drei Servoleitungen an alle Steuerbausteine (Servo's Fahrtregler usw) verteilt. Über die dritte Leitung wird die Servoposition vom Empfänger gesteuert. (Amplitude diskret 0V oder 5V , Pulsbreite analog 1ms bis 2ms, Periodendauer des Signals ca 20ms). Bezug für dieses Signal ist die Masseleitung.

Um den Platz und das Gewicht der Empfängerbatterie zu ersparen, wurde eine  Elektronik verwendet, die aus der relativ unstabilen Fahrspannung eine stabile Spannung für den Empfänger erzeugt. Dieser simplen Spannungsreglerschaltung wurde der gewaltige Begriff BEC, (battery elemination cuircuit, Batterie Ersatzsschaltung) gegeben.

Da an den Fahrtregler ohnehin der Fahrakku angeschaltet ist, wurde oft die BEC gleich in den Fahrtregler integriert. So versorgt die BEC im Fahrtregler den Empfänger und die daran angeschlossenen weiteren Verbraucher.

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In Funktionsmodellen ist es üblich, mehrere Fahrtregler in einem Modell zu verwenden und diese aus einem Fahrakku zu versorgen.

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Das Bild zeigt zwei mögliche Probleme:

  1. Zwei BEC liefern die Empfänger-Versogungsspannung. Dieses Parallelschalten der BEC Reglerausgänge kann dazu führen, dass nur ein BEC-Regler den Strom liefert und der zweite im Leerlauf läuft. Das ist z.B. dann der Fall, wenn ein Regler 5,1V ausgibt, der zweite sich aber nur 5V. Es gibt Schaltungskonzepte für Spannungsregler, die eine Minimallast benötigen. man kann das Problem dadurch lösen, dass die 5V Leitung eines Reglers mit BEC auftrennt. Dann versorgt sich der Regler selbst mit seiner BEC und der Rest wird über die BEC im zweiten Regler versorgt.
  2. Man kann in der Grafik oben eine Masseschleife entdecken. Das kann zu einem Problem werden, wenn sehr leistungsstarke Regler im Modell sind, zu geringe Leitungsquerschnitte verlegt sind oder ein Mikroregler und ein großer Regler im Modell sind. Angenommen  der Antriebsregler gibt einen großen Strom zum Motor aus, dann fliesst der grösste Teil des Stromes direkt über die Reglerklemmen  vom Akku zum Motor. Ein Teil des (Masse)stromes fliesst aber unvermeidlich auch über den Empfänger, den zweiten Regler über den Masseanschluß des zweiten Reglers. Man sollte also auch zu den kleinen Reglern einen ausreichenden Leitungsquerschnitt verlegen. Eine andere Lösung ist es, denn Massekreis durch Auftrennen der Masseleitung zum Servo zu unterbrechen. In solchen Anordnungen sterben auch gerne Regler, wenn sie bei eingeschaltetem Modell, nacheinander in den Akku eingesteckt werden. Man sollte immer eine feste Verdrahtung verwenden, die man über einem Hauptschalter in der + Zuleitung einschaltet. In hartnäckigen Fällen muss eine  sog. galvanische Trennung in die Servoleitung eingebaut werden. (In unseren 100A Reglern ist das Standard)

Ein ähnliches Problem kann bei Verwendung einer zusätzlichen externen BEC enstehen. Diese kann z.B. in Modellen sinnvoll sein, bei denen die Servos's mit einer anderen Spannung betrieben werden sollen, als der Empfänger. (Viele Powerservos arbeiten bis zu 8V, so eine hohe Spannung ertragen aber die Empfänger nicht)

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In der gezeigten Abbildung ist die Masseschleife unterbrochen. Wie oben bereits gesagt, sollten dann aber die Verdrahtung fest sein und über einen zentralen Akkuschalter/Stecker eingeschaltet werden. Man sollte die Regler NICHT nacheinander in den Fahrakku stecken.

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Versorgt man Powerservos mit einem eigenen Akku, darf man nicht die Masseleitung als Potentialbezug zum Empfänger vergessen.